Telekom schaltet DSL schneller

Autor: Thorsten
11. Februar 2008

Deutsche Telekom - flickr©loctiteman

Dies geschieht natürlich nicht aus eigenem Antrieb, sondern weil die Telefongesellschaft von der Bundesnetzagentur dazu verdonnert wurde. Viele Kunden ärgern sich maßlos über die langen Wartezeiten, die sie nach einem Anbieterwechsel in Kauf nehmen müssen, nur weil der Ex-Monopolist so viel Zeit verstreichen lässt, bis die neuen DSL-Anschlüsse freigeschalten werden.

Beim DSL-Preisvergleich zieht die Deutsche Telekom in der Vergangenheit immer wieder den Kürzeren, denn Zweitverwerter wie Acor oder auch O2 bieten mehr Service und Leistung für einen wesentlich geringeren Preis. Dadurch entschließen sich immer mehr Kunden, die Telekom zu verlassen und zu einem anderen Anbieter zu wechseln. Leider dauer t das Umschalten der begehrten Hochgeschwindigkeits-Internetanschlüsse auf Seiten der Telekom gleich mehrere Wochen, weil entweder Telekom-Techniker nicht erschienen sind oder das Umschalten einfach fehlgeschlagen ist. Übrigens kann man dank eines Tarifrechners recht schnell feststellen, ob es günstiger ist, seinen Anbieter zu wechseln.

Das Image der Telekom leider aber weiter unter dem miserablem Service und der mangelnden Kooperationsbereitschaft. In der vergangenen Woche macht Stern-TV gleich mehrere Fälle publik, wo deutlich wurde, wie wenig die Telekom auf Kundenwünsche reagiert. So meldete eine Kundin den Telefonanschluss ihres verstorbenen Vaters ab und legte als Nachweis die Sterbeurkunde bei. Nur wenige Tage später erhielt der tote Vater Post von der Telekom, wo in einem Standardbrief gefragt wurde, weshalb er die Kündigung des Anschlusses wünsche – recht makaber. Auch bei Umzügen scheint die Telekom nur mangelnden Service zu bieten, so wollte eine junge Frau, die eine eigene Firma für Kfz-Ummeldungen für Autohäuser betreibt ihre Adresse im Telefonbuch ändern. Doch statt der Angabe, dass sich hier lediglich um einen Service für Kfz-Ummeldungen handelt, wurde ihr Eintrag unter Kfz-Zulassungsstelle vermerkt. Dass die Kundin jetzt täglich hunderte Anrufe erhält, wo Autokäufer nach der Kfz-Zulassungsstelle fragen, kann man sich getrost vorstellen.

Mit der Anweisung der Bundesnetzagentur, wonach die Telekom verpflichtet ist, mindestens 330.000 DSL-Anschlüsse monatlich umzuschalten, wird die Macht des Ex-Monopolisten wenigstens ein wenig eingeschränkt.


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