Mobisodes sind ja nicht der erste Trend, der über den großen Teich zu uns geschwappt ist. Unterhaltungsformate aber kommen hierzulande meist richtig gut an und setzen sich schnell durch- So kamen vor einiger Zeit auch Mobisodes bei uns an.
Hinter dem abstrusen Wort Mobisodes steckt ein echtes Portmanteau, welches sich aus den 2 kleinen Wörtchen “Mobile” und “Episode” zusammensetzt. Mobisodes sind Folgen oder Serien, die ausschließlich für Internet- und Handynutzer erstellt wurden und werden.
Es steckt also nicht mehr dahinter, als das eine Mobisode ein kurzer, aber spannender Zuschnitt einer ganzen Serie ist. Inhaltlich auf etwa 3 Minuten zusammengepresst, erzählt eine Mobisode die komplette Handlung der Serie, wie sie regulär im TV auch laufen würde.
Der Erfolg der Mobisoden liegt darin, dass in den 3 Minuten alles zu finden ist, was wichtig ist. Ein schneller aufgebauter Spannungsbogen, keine komplizierten Dialoge und sie enden oft mit einem Cliffhanger, was eine Garantie ist, auch die nächste Mobisode wieder anzusehen. Allerdings wird häufig auf Geräusche und Musik verzichtet, da die Kurzfilme gerne über die Internet-Verbindung mit dem Handy angesehen werden und es eben draußen oftmals zu laut wäre, um es akustisch zu verstehen.
Das bekannteste Mobisoden-Format schaffte wohl der Fernsehsender VOX mit seiner Kultsendung “LOST“. Sie brachten mit Lost 2004 die erste Mobisode raus. Allerdings lag die Absicht nicht darin, neue Trends zu setzen, sondern einzig, um die Serie bekannter zu machen. Auch die Serie “24 Conspiracy” ist mit der Ausstrahlung von Mobisoden bekannt geworden. Sie bestanden aus 24 Folgen, welche die Story in jeweils einer einzigen Minute erzählt haben.
Heute sind vor allem Mobisoden der Serie “Lost” bekannt und sehr beliebt, weswegen die Macher von LOST begannen explizit Lost-Mobisodes zu produzieren und die Beliebtheit steigt und steigt. [...mehr]




