Nokia N97 – Streit um die Voice over IP Funktion
Nachdem das Nokia N97 im letzten Jahr mit Pauken und Trompeten im deutschen Handymarkt einschlug, werden nun ganz andere Stimmen laut.
Das man mit Handys telefonieren kann, weiß jeder, ebenso das man mit ihnen mobil ins Internet gehen kann. Beides gut miteinander kombiniert, ergibt Telefonie übers Internet. Und genau das ergibt den Grund, das nun einige Mobilfunkanbieter ihren Unmut laut bekunden. Allem voran gilt der Ärger dem Nokia N97, das Flaggschiff von Nokia.
Telefonieren übers Internet bringt den Mobilfunkanbieter kein Geld in die Kasse, denn sie verdienen an den Gesprächen nichts. Das Fass zum überlaufen dann brachte die Ankündigung seitens Nokia, künftig mit dem Internet-Telefon Dienst Skype zusammen zu arbeiten. Das brachte natürlich besorgte Gesichter bei den Mobilfunkanbieter hervor.
Nokia N97 – das Handy, mit dem vorinstallierten Voice over IP Clienten
In den Medien las ich sogar von einem Boykott des neuen Nokia N97, weil in dem Handy ein Voice over IP Client vorinstalliert ist, der es natürlich problemlos ermöglicht, über Skype und anderen VoIP-Anbieter im Rahmen einer Datenflatrate oder in einem WLAN kostenlos Telefongespräche zu führen.
Aber da nichts so heiß gegessen wird, wie es gekocht wurde, bestätigte T-Mobile gestern, dass sie aktuelle Nokia Handys dennoch in ihr Angebot aufnehmen werde. Allerdings teilten sie auch mit, dass sie den Skype Dienst innerhalb des T-Mobile Netzes blockieren werden, da er -angeblich- das Netz zu stark belaste.
Vodafone steht dem in nichts nach und verkündete, einen neuen (teureren) Sondertarif ihre Kunden so trotzdem das telefonieren über VoIP zu ermöglichen.
Es ist wie überall, Geld regiert die Welt. Aber wie gut, dass es genügend andere Anbieter gibt, die vielleicht mit mir schmunzeln und sich über Kundenzuwachs freuen.

