Kauft Nokia sich frei?
Die ehemalige Belegschaft wird von dem Geld höchstwahrscheinlich keinen Cent sehen. Dennoch haben sich das Land Nordrhein-Westfalen und der Handy-Hersteller Nokia im Streit um Subventionen wegen des geschlosssenen Bochumer Werks geeinigt. Das jedenfalls berichtet das Manager Magazin in seiner Online-Ausgabe. Jetzt muss nur noch der Bund der Lösung zustimmen.
Hier noch ein paar Hintergrundinfos zum Thema aus der Tagesschau:
Laut Bericht ist Nokia bereit eine Summe von etwas mehr als 30 Millionen Euro zurückzuzahlen. Anfang des Jahres hatten die Finnen eine Schließung ihres Werkes in Bochum sowie den Umzug der Produktionsstätte nach Rumänien bekannt gegeben. Für den Aufbau des Werkes und die Schaffungvon 2.300 Arbeitsplätzen hatte der handy-Hersteller zuvor 40 Millionen Euro Fördergelder kassiert.
Nordrhein-Westfalen hatte nach Bekanntwerden der Schließung des Werks 60 Millionen Euro, inklusive Steuern, zurückgefordert. Nokia sah sich mit Vorwürfen wegen Subventionsbetrugs konfrontiert. Ausserdem soll das Unternehmen im Bochumer Werk nicht die vereinbarte Anzahl an Arbeitsplätzen geschaffen haben. Seit 1999 erhielt Nokia vom Land Nordrhein-Westfalen Subventionen, hatte die Handy-Produktion in Bochum aber vergangene Woche nach heftigen Protesten eingestellt.
Bleibt die Frage: Wieviel Geld hat Nokia mit dem Werk in Bochum verdient? Wahrscheinlich so viel, dass die Rückzahlung der geforderten Summen die Finnen nicht wirklich schmerzt.

