Jedes fünfte Handy mit Macken
Handyherstellern geht es ähnlich wie Automobilherstellern. Sie müssen in möglichst kurzer Zeit neue Produkte auf den Markt werfen. Die Konkurrenz schläft ja nicht. Zeit für ausgiebige Tests wird gekürzt. Das Ergebnis: Oft gelangen unausgereifte Neuerscheinungen im Handel, die durch ihre Anfälligkeit Kunden um den Verstand bringen. Inzwischen soll bereits jedes fünfte Handy fehlerhaft ausgeliefert werden.
Käufer neuer und oft teurer Geräte sind anspruchsvolle Nutzer. Von ihren Telefonen verlangen sie Höchstleistungen. Leider werden die neuen, hochgezüchteten Alleskönner diesen Ansprüchen nicht immer gerecht. Fungiert der Der Kunde gar als Beta-Tester? Bei manchen Geräten macht das den Anschein. Besonders Modelle, die schnell in den Markt gedrückt werden, sind laut aktueller Studie besonders anfällig. So geschehen zum Beispiel bei der UIQ-Serie von Sony Ericsson (P990i) oder bei dem nicht mehr aktiven Hersteller (BenQ-)Siemens. In immer kürzeren Abständen wurden Firmware-Updates nachgeschoben. Beim Kunden blieb der Eindruck, ein unausgereiftes Handy gekauft zu haben.
Der Pannen-Report 2007 der Fachzeitschrift Connect enthüllte, dass jedes fünfte Gerät geht innerhalb von zwei Jahren nach dem Kauf kaputt geht. Software-Fehler sind dabei mit großem Abstand der Hauptgrund für streikende Mobilfunkgeräte. Ebenfalls ärgerlich, fast jedes zweite neue Mobiltelefon (42 Prozent) stürzt gelegentlich ab oder gibt überhaupt keinen Mucks mehr von sich. Pannenursache Nummer zwei bleibt die sonstige Elektronik mit 14 Prozent, gefolgt von Tastaturproblemen mit zehn Prozent und fehlerhaften Displays (sieben Prozent). Akkus, Gehäuse und fehlender Empfang sind je zu fünf Prozent der Fälle Ursache für einen Ausfall.
Laut dem Connect fielen rund drei Viertel (77 Prozent) aller Handyreparaturen unter die Garantie und wurden somit ohne Rechnungsstellung durchgeführt. Knapp ein Drittel der Befragten bekam im Schadensfall ein neues Handy gestellt und 22 Prozent erhielten für die Zeit der Reparatur ein Leihgerät. Nur drei Prozent der Betroffenen mussten Reparaturen aus eigener Tasche bezahlen.
Haben Sie ähnliches erlebt? Mit welchem Model hatten Sie ein Problem? Teilen Sie uns Ihre Meinung mit! Und wenn gar nichts mehr geht, dann hilft nur noch das……..


