Mobiles Internet setzt sich erst langsam durch
Internet für die Hosentasche - so werben Telekommunikationsanbieter für ihre mobilen Datendienste. Von den Verbrauchern scheint das Hosentaschen-Internet aber nicht richtig akzeptiert zu werden. Anders lässt sich wohl nicht erklären, das trotz intensiver Bemühungen der Branche immer noch der Großteil der Kunden das Surfen am heimischen PC bevorzugt.
Leider halten Handy-Screens da nicht mit! Die PSP dagegen machts vor - Mobiles Internet ist möglich.
Drei Millionen - mehr Nutzer gehen nicht per Handy ins Netz. Und das obwohl die Zahl der Handyanschlüsse in Deutschland die 100 Millionen-Marke überschritten hat. Diese und andere Zahlen veröffentlichte der Businessberater Accenture jetzt in einer Studie.
Laut “Mobile Web Watch 2008″, so der Name der Untersuchung, verzichten drei Viertel der Befragten auf das Surfen mit dem Handy. Sie bevorzugen weiter den PC um dem Netz Besuche abzustatten.
Obwohl viele Mobilfunkanbieter, wie beispielsweise E-Plus, ihre Datentarife für das mobile Netz regelmäßig senken, halten viele der Befragten die Kosten für die Datenpakete immer noch für überteuert. Ein weiteres Hindernis war für viele User das im Vergleich zum PC schwierige Handling des Hosentascheninternets.
Ebenfalls untersucht wurde von den Accenture-Leuten, welche Dienste am häufigsten genutzt werden. Ganz klar machte hier das Abrufen von Mails das Rennen, vor dem Lesen von Nachrichten aus den Bereichen News, Sport, Wirtschaft und Wetter.
Ich denke, die Zahlen werden sich auch in Zukunft nicht sonderlich verbessern. Die hohen Datenpaketpreise und die kleinen Screens vieler Handys halten einfach nicht mit dem Rechner zu Hause mit. Für das kurze Abrufen von Bundesligaergebnissen im Bus mag es zwar noch reichen, andere Anwendungen stoßen auf den kleinen Endgeräten aber schnell an ihre Grenzen.


