Gesetzentwurf soll Tarif-Dschungel lichten

Autor: bernd
30. September 2008

Die Wirtschafts- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCooopers hat es in einer Studie schon längst statistisch bestätigt – die Ständig wechselnden Tarife der Telekommunikationsanbieter verwirren die Kunden. Doch jetzt ist endlich Besserung in Sicht. So haben die Bundesländer auf der Verbraucherschutzministerkonferenz in Berchtesgaden beschlossen, dass endlich etwas gegen das Wirrwarr im Tarif-Dschungel unternommen werden muss.

Die Wirtschafts- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCooopers hat es in einer Studie belegt, jetzt hat der Verbraucherschutz auf Initiative Schleswig-Holsteins einen neuen Gesetzentwurf erarbeitet. Verbraucherschützern des Bundeslandes waren die unüberschaubaren Tarifmodelle der Telekommunikationsanbieter schon lange ein Dorn im Auge.

Zusammen mit Bayern wanden sich die Nordlichter ans Verbraucherschutzministerium und brachten eine Reihe von Vorschlägen zur Änderung des Status Quo ein. Laut dem Online-Portal juravendis.de sollen Tarife zukünftig folgende Kriterien erfüllen:

“eine klare Darstellung der zu erwartenden Kosten auf den Telekommunikations- Werbematerialien und Angeboten
die Aufführung der Mindestkosten des Vertrages pro Jahr, sowie die Mindest- und Höchstpreise pro Minute
die Einführung eines einheitlichen Datenblatts mit Angabe der wesentlichen Tarifmerkmale.”

Als Ergebnis des Treffens legte die Verbraucherschutzkonferenz einen Gesetzentwurf vor, der jetzt von der Bundesregierung in den entsprechenden Gremien abgesegnet werden muss.

Zuvor hatte der Verbraucherschutz schon einmal eine Reihe Mobilfunkanbieter wegen ihrer undurchsichtigen Geschäftsbedingungen abgemahnt.


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