EU reguliert erneut Roamingtarife
Mobiles Telefonieren ist in den letzten Jahren immer günstiger geworden. Für die EU kein Grund sich mit den aktuellen Preisen zufrieden zugeben. Sie will die Mobilfunkanbieter zu noch höheren Preiszugeständnissen zwingen. Wir verraten Ihnen was die EU genau plant.
Genaugenommen geht es wieder einmal um die Roamingtarife. Nach wie vor sind die nämlich EU-Telekom-Kommissarin Viviane Reding ein Dorn im Auge. Mit ihrer Behörde will Reding erneut eine Senkung der Preise für Ausland-SMS durchsetzten.
Die EU hatte den Anbietern schon zum 1. Juli eine Anpassung der SMS-Roaming-Tarife auferlegt. Nicht alle Anbieter haben mit gezogen. Deswegen greift die Kommissarin jetzt erneut durch. Der Plan: Im September soll eine neue Verordnung die Preise von Kurznachrichten aus dem EU-Ausland von 29 Cent auf etwa neun Cent drücken.
Gegenüber dem Onlinedienst OÖNachrichten begründete sie den Schritt so: „In einem europäischen Binnenmarkt kann es doch nicht sein, dass ein Konsument bestraft wird, weil er die Grenze überschreitet“
Recht hat sie! Den aktuell ist das Versenden von Auslands-SMS etwa 25 mal teurer als das Versenden einer Kurznachricht im Innland. Ähnlich wie bei den SMS, hatte die EU-Behörde zuvor auch schon die Preise für Auslandstelefonate gesenkt.

