Erinnern sie sich noch? Deutschland genoß den Sommer und das Fußballmärchen. Schweini und Poldi hielten das ganze Land in Atem. Mobilfunkanbieter versprachen passend zum Megaevent endlich den Durchbruch beim Handy-Fernsehen. Als sich der Sommer dem ende neigte, wartete Fußball-Deutschland weiter auf den nächsten WM-Titel und Handy-Nutzer seitdem auf das Handy-TV. Zum Beginn der Fußball-Europameisterschaft wagen die Mobilfunkanbieter einen neuen Versuch. Diesmal soll es mit der mobilen Glotze endlich klappen!
Klappt es diesmal mit dem mobilen Fernsehen? Oder sind die Mobilfunkanbieter wieder einmal zu siegesgewiss?
Fußball-EM auf dem Handy?
Rechtzeitig zur Fußball-Europameisterschaft bringen die beiden größten deutschen Mobilfunknetzbetreiber Vodafone und T-Mobile Handys mit neuer Technik für das mobile Fernsehen auf den Markt. Damit machen sie dem Konsortium Mobile 3.0 Konkurrenz, gegen das sie zusammen mit O2 bei der Bewerbung um die Lizenz für das Pilotprojekt von Handy-TV im Rundfunksstandard DVB-H den Kürzeren gezogen hatten. Wie die Unternehmen am Dienstag mitteilten, verfügen die Handys über integrierte DVB-T-Empfänger. DVB-T löst die analoge Übertragung auf den heimischen Fernseher ab und ist ohne Gebühr zu empfangen. Dass DVB-T ein Standard fürs Handy werden könnte, galt lange als technisch nicht möglich.
Passende Modelle kommen in den Handel
Vodafone teilte mit, die ersten DVB-T-Handys seien ab Anfang Mai verfügbar. Auch T-Mobile will ab dem 8. Mai das LG-Modell anbieten. Zusatzkosten sollen für den Kunden nicht anfallen, teilten beide Anbieter mit. Mobile 3.0 - ein Zusammenschluss der Verlagshäuser Hubert Burda und Georg von Holtzbrinck sowie der MFD Mobiles Fernsehen - will das Pilotprojekt für DVB-H am 1. Juni beginnen, ebenfalls zur Fußball-EM in Österreich und der Schweiz.
Bleibt zu hoffen, dass die Pläne von Vodafone und T-Mobile diesmal umgesetz werden. Ansonsten dürften Kunden dauerhaft das Interesse an dieser oft versprochenen Applikation verlieren. [...mehr]










